Samstag, 13. August 2016

Reihenvorstellung (6) - Vanessa Serra - Dark Secrets


Zur Autorin:

Vanessa Serras Profilbild

Vanessa Serra wurde 1978 im schönen Rheinland in der Nähe von Köln geboren. Das Studium verschlug sie 2003 nach Hessen, wo sie ihre große Liebe fand. Inzwischen ist sie in der Gegend um Frankfurt am Main heimisch, wo sie mit Mann, fünf Katzen und einem Pferd lebt.
Lesen, Zeichnen und Schreiben sind ihre großen Leidenschaften. Die Liebe zum eigenen Schreiben begann schon im Teenageralter, wobei sich die Themen langsam in den erotischen Bereich verschoben. Aus dem Verfassen von Kurzgeschichten wurden schließlich die ersten Romane, die sich um Liebe, Leidenschaft und stilvolle Erotik drehen.







Dark secrets of lust von [Serra, Vanessa]

Zum Inhalt:

Mehr als zwei Jahre sind seit den dramatischen Ereignissen in Vincents Herrenhaus vergangen. Nachdem er sich in dieser Zeit ganz aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen hatte, katapultiert ihn die Hochzeitseinladung von Isabell und Christian aus seinem selbstgewählten Exil heraus. Bei einem Besuch eines Geschäftsfreundes begegnet er der taffen und unnahbar wirkenden Anwältin Alexandra Carr, die auch seine dunklen Gelüste wieder aus dem Schlaf reißt. Entschlossen, dem Leben und der dunklen Seite der Lust wieder Raum zu geben, besucht Vincent den BDSM-Club „Dark Rose Palace“, wo er sich wieder in jene intensive Welt aus Dominanz und Unterwerfung stürzen möchte. Doch er findet in diesem Club mehr als nur sexuelle Erfüllung. Er begegnet der Frau, die so viel mehr für ihn bedeuten könnte, als nur ein paar lustvolle Stunden. Nichts ahnend, dass auch sie ein dunkles Geheimnis verbirgt, beginnt eine aufregende Reise in eine Welt voller Verlangen.

Dark Secrets of love



Zum Inhalt:

Dark secrets of love - Alexandra und Vincent:

Nach einer schiefgelaufenen Session, bei der Vincent von den Dämonen seiner Vergangenheit eingeholt wurde, hat es zwischen Alexandra und Vincent übel gekracht. Doch es wird zwischen den beiden nicht die letzte Unstimmigkeit bleiben, die ihre lustvolle und immer liebevollere Beziehung mit Leben füllt. Alexandras Stalker wagt immer häufiger und bedrohlicher den Schritt aus dem Schatten und setzt sowohl Alexandra als auch ihre Beziehung mit Vincent unter Druck. Das bleibt nicht ohne Folgen, die immer gefährlichere Züge annehmen, bis es das gemeinsame Leben der beiden zu zerstören droht.

Schnipsel


»Ich hoffe, du hast dir noch ein wenig Lust für deinen Herrn aufgehoben«, sagte Vincent und sein Blick durchbohrte sie scheinbar bei diesen Worten. Alexandra schluckte und spürte, wie ihre Nippel wieder hart wurden und das Verlangen zwischen ihren Beinen pochte.
»Für Euch bin ich immer bereit«, erwiderte sie lächelnd.
Er nickte und führte sie durch die Menge zu dem Bereich mit den privaten Räumlichkeiten. Unterwegs wurde sie von vielen Gästen bewundernd angesehen, manche prosteten ihr freundlich zu oder lächelten wissend. Jeder wusste jetzt, wer sie war und man würde bestimmt nachher bei einem Drink ganz offen über sie sprechen. Seltsamerweise empfand sie es als schmeichelhaft und anregend. Vincent legte seine Hand um ihren Nacken und streichelte zärtlich über die feinen Härchen, die sich aus ihrem Knoten am Hinterkopf gelöst hatten. Mit sanftem Druck dirigierte er sie die Treppe nach unten und lief zu dem persönlichen Raum, den er sich im Vorhinein reserviert hatte. Er öffnete die Tür, schob sie hinein und schloss sie. Alexandra blieb wie angewurzelt stehen, als sie sah, dass hier schon ein Pärchen drin war. Sie erkannte die beiden wieder, denn es war das Paar, das sie vor der Shibari-Vorführung so eingehend betrachtet hatte. Sie wollte einen Schritt zurücktreten, doch der Griff in ihrem Genick hielt sie an Ort und Stelle. In ihr keimte der Verdacht auf, dass er wusste, was hier vor sich ging, möglicherweise sogar hinter dieser Überraschung steckte.
»Nicholas, wir freuen uns sehr, dass du uns zu diesem Spiel eingeladen hast«, sagte der Mann lächelnd. Zärtlich streichelte er seiner Gespielin, die vor ihm auf dem Boden kniete, über das schwarze Haar.
»Scott, Valerie, darf ich euch Jade vorstellen?«, erwiderte er ruhig.
Alex warf einen vorsichtigen Blick auf ihren Herrn und seine dunklen Augen schienen sie zu verschlingen. Sie wagte sich kaum zu atmen und starrte ihn nur an. Er schaute sie ebenso eindringlich an, bis sie sich wieder abwandte und ihre Aufmerksamkeit auf das andere Paar lenkte. Er nahm das als Zustimmung an, auch wenn er ihre Unsicherheit über diese Konstellation in ihrem Gesichtsausdruck erkannt hatte. Er verließ sich darauf, dass sie sich ihm gegenüber bemerkbar machen würde, wenn ihr dieses Spiel zu weit ging. Er schob sie auf die beiden zu und sie zwang sich, brav vorwärtszugehen. Scott saß auf einem Sessel und trank Wasser, während Valerie zu seinen Füßen kniete und Alexandra keck anlächelte. Alex musste zugeben, dass die junge Frau wirklich hübsch war. Die Frage war nur, was Vincent ausgeheckt hatte und welche Rolle sie in dieser Verschwörung spielen würde. Wollte er, dass sie dem fremden Pärchen zu Diensten war? Oder wollten die beiden nur zusehen, wenn er über sie verfügte? Keine dieser Phantasien wirkte sonderlich abstoßend auf sie  im Gegenteil; die Vorstellung erregte sie. Ihre Unsicherheit nährte sich eher aus der mangelnden Erfahrung, was von ihr erwartet wurde, ob sie den Ansprüchen, die man an sie stellte, gewachsen war. Scott tippte seiner Sklavin auf die Schulter.
»Val, hol die Sachen für Jade«, wies er sie an und die junge Frau sprang sofort auf und eilte durch den Raum. Alexandra sah ihr fragend nach. Sie ging in eine Ecke des Zimmers und Alex beobachtete, wie Val in einer Sporttasche herumwühlte und dann mit verschiedenen Utensilien zurückkehrte. Sie kniete sich vor ihr hin und sah Vincent erwartungsvoll an. Er nickte nur und sie schlang ihr Ledermanschetten um die Fußgelenke. Alex verharrte und ließ sie gewähren.
»Knie dich zu ihr zu Boden und lass dir die Fesseln anlegen, mein Engel«, sagte ihr Herr leise, aber nicht minder gebieterisch. Er war ein Mann, der nicht laut zu werden brauchte, allein seine tiefe Stimme verlieh seinen Worten Nachdruck. Sie zögerte nur einen kurzen Augenblick, bis sie gehorchte. Sie hielt ihr die Hände hin und sah still zu, wie ihr die Handgelenksmanschetten umgeschnallt wurden. Das weiche Leder war zunächst kühl, erwärmte sich aber durch die Hitze ihres Körper rasch. Zuletzt legte die fremde Sklavin ihr eine breite, gepolsterte Halsfessel an und in ihren Augen lag dabei ein ganz besonderer Glanz. Ihr Gesichtsausdruck wirkte auf Alex irgendwie aufregend, geheimnisvoll. Zärtlich ließ Valerie ihren Finger über Alexandras Schlüsselbeine streichen und die Spannung wuchs, was dieser Abend noch bringen würde.



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